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#MöllerMittendrin

Bundestag gibt Weg für vereinfachte Bejagung des Wolfes frei!

Der Bundestag hat heute den Wolf in das Bundesjagdrecht und damit in den Katalog der jagdbaren Arten aufgenommen sowie entsprechende Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz beschlossen.

Siemtje Möller, Bundestagsabgeordnete für Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund betonte: „Ich begrüße diese Entscheidung des Bundestages ausdrücklich. Es wird ein wichtiger Schritt hin zu einem praktikableren Umgang mit dem Wolf in Deutschland gemacht.“

Konkret bedeutet die Gesetzesänderung, dass Problemwölfe künftig zeitnäher und mit deutlich weniger bürokratischem Aufwand entnommen werden können und ein generelles Bestandsmanagement durch die Bejagung von Wölfen möglich wird.

Möller weiter: „In Niedersachsen ist die Landwirtschaft ein unverzichtbarer wirtschaftlicher Faktor. Hier haben wir die größte und weiterhin wachsende Wolfspopulation in Deutschland. Damit nehmen auch die Konflikte mit der Weidetierhaltung spürbar zu. Die wachsende Wolfspopulation stellt für diese Haltungsform eine große Herausforderung dar.

Bei uns an der Nordseeküste kommt hinzu, dass die steigenden Wolfszahlen eine besondere Herausforderung für die Schafe auf unseren Deichen sind. Hier kann man keinen ausreichenden Herdenschutz bspw. durch Zäune ermöglichen. Gleichzeitig sind stabile, durch Schafe bewirtschaftete Deiche die Grundlage für unseren Hochwasserschutz. Umso wichtiger ist es, dass der präventive Herdenschutz nun durch die Bejagung von Wölfen ergänzt wird.

Ich bin froh, dass durch die heutige Gesetzesänderung eine pragmatische und rechtssichere Lösung im Umgang mit dem Wolf gefunden wurde, die sowohl dem Natur- als auch dem Herdenschutz Rechnung trägt.“

Die vom Bundestag beschlossenen Gesetzesänderungen müssen nun auf Landesebene durch Wolf-Managementpläne konkretisiert und in Landesrecht umgesetzt werden.

„Das bedeutet, in Niedersachsen ist das Umweltministerium gefordert, festzulegen, in welchem Umfang der Wolf künftig bejagt werden darf.“, so Möller. „Erst auf dieser Grundlage kann ein Bestandsmanagement durch Bejagung beginnen. Nun kommt es also darauf an, dass Umweltminister Christian Meyer diesen Wolf-Managementplan schnellstmöglich vorlegt.“

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