„Die deutsche Küstenfischerei soll klimafreundlicher, wirtschaftlich tragfähig und zukunftsfest werden.“, unterstrich die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller. „Mit dem Verbundvorhaben „ZukunftsKUtter NOrdsee (KUNO)“ fördert der Bund den Bau und die wissenschaftliche Erprobung eines innovativen, klimaneutralen Fischereifahrzeugs für die Nordsee. Es ist sehr erfreulich, dass dieses Projekt jetzt endlich in die Umsetzung kommt. Gemeinsam mit meine Kollegen Johann Saathoff setze ich mich bereits seit längerem dafür ein, dass die Mittel aus dem Windenergie-auf-See-Gesetz für die Zukunft der Fischerei genutzt werden.“
Das Projekt läuft von 2026 bis 2030 und wird zu 100 Prozent aus Bundesmitteln finanziert.
„Die Küstenfischerei steht vor großen Herausforderungen – ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich. Mit KUNO zeigen wir, dass nachhaltige Fischerei und moderne Technik zusammengehören“, so Möller. Ziel sei es, ein ganzheitliches Schiffskonzept zu entwickeln, das ressourcenschonend arbeitet, den Meeresschutz respektiert und zugleich eine verlässliche wirtschaftliche Perspektive für die Betriebe bietet.
Kern des Vorhabens ist der Bau eines multifunktionalen Demonstrators mit methanol-elektrischem Antriebssystem. Ergänzt wird dies durch Forschungsarbeiten zur Verfügbarkeit von grünem Methanol sowie zur Entwicklung und zum Bau einer geeigneten Bunkerinfrastruktur in deutschen Seehäfen. Damit wird nicht nur ein neues Schiff erprobt, sondern zugleich ein wichtiger Baustein für die maritime Energiewende geschaffen.
In der Region werde vor allem die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer als Verbundpartner von Fördermitteln in Höhe von 335.848,00 Euro profitieren, so Möller.
Die Nationalparkverwaltung stellt mit einer naturschutzfachlichen Begleitforschung sicher, dass der Einsatz des Kutters ökologisch verträglich erfolgt und entwickelt zusätzliche Nutzungsperspektiven, etwa für Umweltbildung, Forschung oder den Einsatz von Meeres-Rangern.
Ein zentrales Element von KUNO ist die enge Einbindung der Fischereibetriebe. Von der Planung über den Bau bis zur mehrjährigen Erprobung unter realen Bedingungen wird die Praxis konsequent mitgedacht. „Nur wenn Lösungen auf See funktionieren, haben sie auch an Land eine Zukunft“, lautet das Leitmotiv des Projekts.
Siemtje Möller abschließend: „Mit KUNO leistet der Bund einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Küstenfischerei und setzt zugleich ein klares Signal für Innovation, Klimaschutz und Wertschöpfung in den Küstenregionen.“
