Erhalt der Traditionsschiffe muss gesichert werden

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Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller trafen sich am Freitag Traditionsschiffer, Verbands- und Interessenvertreter auf dem Segelschulschiff „Nordwind“ im Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven.

Traditionsschiffneu

(v.l.) Claus Patzelt ("Nordwind"), Willi Mundt und Magret Hollander (IEHF), Jörg Schinzer (Sail Training Association Germany), Klaus Vogel (ehem. Vorsitzender Segelkameradschaft Klaus Störtebeker), Siemtje Möller MdB, Jochen Grimm (Vors. Segelk. Klaus Störtebeker), Hartwig Meppen ("Gebrüder Caroliensiel"), Hinrich Peters ("Lulu Meiners") und Dr. Stephan Huck (Leiter Marinemuseum).

Grund für das Treffen waren die Medienberichte, laut denen der kommissarische Bundesverkehrsminister Christian Schmidt die umstrittene Sicherheitsverordnung noch am Freitag unterzeichnen wollte. Neben der Abgeordneten hatte auch die Landesregierung aus Schleswig-Holstein gegen dieses Vorgehen protestiert. Schmidt hatte daraufhin auf eine kurzfristige Unterzeichnung verzichtet. Für die kommende Woche wurden Gespräche zwischen Ministerium und Vertretern der Traditionsschiffer angesetzt. Siemtje Möller begrüßte dieses Vorgehen.
„Kein Mensch ist gegen mehr Sicherheit, aber die Sicherheitsverordnung muss mit dem Weiterbetrieb der Traditionsschiffe vereinbar sein.“, so Möller. Würde die vorliegende Sicherheitsrichtlinie in der aktuell vorliegenden Form unterschrieben, würde dies das Aus für viele Schiffe bedeuten. Die Schiffe, die großenteils von Ehrenamtlichen betrieben werden, würden vor massive Probleme gestellt. „Der Minister will die Gelegenheit nutzen, jetzt wo alle mit den Jamaika-Verhandlungen befasst sind, die Verordnung ohne öffentlichen Widerstand durchzudrücken. Das können und werden wir nicht zulassen.“, betont die Abgeordnete. „Die Traditionsschiffe prägen das Bild in unseren Häfen. Ohne sie würde ein wichtiges Stück Geschichte verloren gehen.“ Auch die anwesenden Traditionsschiffer verliehen ihrem Unmut über die Richtlinie Ausdruck.
Klaus Vogel, langjähriger Vorsitzender der Segelkameradschaft Klaus Störtebeker aus Wilhelmshaven, betont: „Dem Erhalt der Schiffe und den Ehrenamtlichen werden Knüppel zwischen die Beine geworfen. Auf allen Traditionsschiffen herrschen die bestmöglichen Sicherheitsbedingungen. Vorgaben wie in der Richtlinie könnten aber auf den Traditionsschiffen nicht erfüllt werden.“ Die neue Sicherheitsrichtlinie sieht unter anderem neue Vorgaben zur medizinische Ausbildung der Segler und dem Brandschutz an Bord vor. Vieles ist aus den historischen Schiffen nicht umsetzbar. Zudem können die finanziellen Mittel für die Maßnahmen für viele der ehrenamtlich betriebenen Schiffe nicht aufgebracht werden, sodass dies kulturelle Erbe der Küste bald nur noch im Hafen liegen würde. „Nichts spricht gegen eine Sicherheitsrichtlinie, aber diese kann nicht einfach aus der Berufsschifffahrt übernommen werden.“, so Dr. Stephan Huck, Leiter des Marinemuseums. „Hier braucht es Maß und Verstand.“
Siemtje Möller betont: „Ich bin froh, dass der Minister die Unterschrift vertagt hat. Wir müssen nun einen Weg finde, um Kompromisse zu machen mit denen beide Seiten leben können. Das Ziel muss es sein gleichzeitig die Sicherheit auf den Schiffen herzustellen und den Erhalt der Traditionsschiffe sicherzustellen.“ Gemeinsam verständigten sich die Anwesenden eine Resolution zu erarbeiten, die Möller an den Bundesverkehrsminister übergeben wird.

 

 
 
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1 Kommentar zu Erhalt der Traditionsschiffe muss gesichert werden

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Reinhard Kniepkamp

am um 14:33 Uhr

 

Sehr geehrte Siemtje Möller,
seit über 10 Jahren schauen wir mindestens einmal pro Jahr aus Ostwestfalen "über den Deich", in der Regel in Neuharlingersiel, aber wir besuchen natürlich auch die anderen Orte an der Küste.

Die Traditionskutter prägen das Ortsbild und erfreuen somit uns als Touristen. Daher sind sie unserer Meinung nach wichtig auch für den Erhalt der Arbeitsplätze vor Ort!

Unsere Bitte an Sie als Bundestagsabgeordnete: Machen Sie weiter so!
Mit freundlichem Gruß

Reinhard Kniepkamp
Haller Str. 189 c
33334 Gütersloh


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