SPD-Abgeordnete Siemtje Möller blickt auf erste Berlin-Woche zurück

 
 

Alles „sehr, sehr interessant
Zurück zu Hause in Varel, meldete sich die neue SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller am Freitagmittag zum verabredeten Gespräch mit der Redaktion. „Sehr, sehr interessant“ sei ihre erste Woche als Abgeordnete in Berlin gewesen.
Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 30.9.2017

 

Neben vielen verwaltungstechnischen Angelegenheiten habe das Kennenlernen innerhalb der Fraktion im Mittelpunkt gestanden. Auch seien noch einmal alte und neue Abgeordnete zusammengekommen. „Für mich war es sehr beeindruckend, alles zum ersten Mal aus nächster Nähe zu erleben“, sagte die 34-Jährige.
Am Montagabend hatte der Seeheimer Kreis, der einflussreiche konservative Flügel der SPD, alle Abgeordneten, einige Hauptstadt-Journalisten und Lobbyisten zu einem Gartenfest eingeladen. „Ich gehöre noch keiner Gruppe an“, so Möller, die auch schon einer Einladung der Partei-Linken folgte, „ich möchte das erst einmal alles kennenlernen.“

Zeichen stehen auf Neuanfang
Neben weiteren ersten Treffen der Landesgruppe und der Abgeordneten aus dem Weser-Ems-Gebiet, zählte am Mittwoch die Zusammenkunft der neuen Fraktion mit der Wahl von Andrea Nahles zur neuen Fraktionsvorsitzenden zu einem ersten Höhepunkt. Die 47-Jährige führt als erste Frau die SPD-Fraktion im Bundestag. Sie wurde mit 90,7 Prozent der Stimmen gewählt. „Ich finde es wichtig, dass Andrea Nahles mit so einem guten Ergebnis starten kann“, so Möller, die zu den jüngsten Abgeordneten gehört. Aber, so berichtet sie, neben ihr hätten es eine Reihe jüngere SPD-Kandidaten geschafft, das Direktmandat zu erringen.

Die Zeichen stehen bei den Sozialdemokraten auf Neuanfang. „Andrea Nahles hat eine sehr kraftvolle Rede vor der Fraktion gehalten – toll und kämpferisch.“ Und es sei keineswegs so, dass die SPD-Abgeordneten nach der Wahlschlappe nur Wunden lecken würden. Die neue Fraktionschefin habe allen den Rücken gestärkt, die passenden Worte gefunden und auf die Arbeit in der Opposition eingestimmt. Möller: „Ich fand sie richtig gut.“

FDP-Abgeordnete will sich für Wittmund einsetzen
Als nach dem Ausscheiden von Hans-Werner Kammer (CDU) nunmehr einzige Abgeordnete des Wahlkreises Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund hat Siemtje Möller schon erste Kontakte geknüpft, um bestenfalls vom Start weg auch als Oppositionspolitikerin einen direkten Draht in Regierungskreise zu bekommen: „Ich habe schon mit Ulla Ihnen telefoniert.“ Die 61-Jährige ist zwar für die FDP in Hannover angetreten – und über die Liste in den Bundestag eingezogen –, sie hat aber im Gespräch mit unserer Zeitung bereits angekündigt, sich auch für Ostfriesland einsetzen zu wollen. Die Juristin und ehemalige Staatssekretärin stammt gebürtig aus Wittmund. Ihre Mutter lebt in der Harlestadt. Sie pflegt darüber hinaus als Vorsitzende der Ihnen-Stiftung, die sich um den Erhalt der Wittmunder Peldemühle kümmert, einen engen Kontakt zur Region.
Über den Anruf von Siemtje Möller habe sie sich sehr gefreut – auch werde sie sich „natürlich“ für Ostfriesland engagieren, so Ihnen gestern auf Nachfrage. Ob es allerdings zur Koalition von Union, Grünen und FDP kommt, könne sie noch nicht sagen. Da sei noch vieles offen, und außerdem müssten sich zunächst einmal CDU und CSU einig sein.

 
 
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